Mistelzweig mit Seedbeads
Ein kreatives Projekt zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit, das Gemütlichkeit und Glanz verbreitet! In diesem Blogbeitrag zeige ich dir, wie du aus Seedbeads und Metalldraht ganz einfach einen schönen Mistelzweig basteln kannst. Mit nur wenigen Materialien und ein wenig Geduld entsteht wunderschöner selbstgemachter Weihnachtsschmuck, den du alle Jahre wieder verwenden kannst.
Die Technik ist einfach und kann variiert werden, so dass du auch kleine Perlenblumen, Miniaturbäume oder sogar Deko mit Halbedelsteinen oder Kristallen anfertigen kannst. Lass deiner Fantasie freien Lauf und verwende deine Restbestände an Perlen auf eine lustige und kreative Weise - perfekt für einen ruhigen Winterabend mit einer Tasse heißer Schokolade an deiner Seite.
Andere weihnachtliche Blogbeiträge von Smyks findets du hier:
DIY Peyote-Sterne in 3D
DIY Weihnachtsskristalle
DIY Sterne mit Delica-Perlen
DIY Weihnachtsschmuck in Kupfer und Gold
DIY Weihnachtsschmuck mit Perlen und Blumen
DIY Weihnachtsdeko mit Holzperlen

Für diesen Mistelzweig brauchst du folgende Materialien:
2 Einheiten von Seedbeads, Glas, Gr. #11, grün (genügend für bis 18 Blätter)
Miyuki Seedbeads, Gr. #11, braun picasso
Vergoldeter Kupferdraht, 0,4mm
Mondstein, 6 mm, matt oder Jade perle weiß 6mm
Rotes Schleifenband

Zuerst fädelst du Seedbeads auf den Draht ... nimm eine Anzahl Perlen, die etwa 30 cm entspricht.

Schneide den Draht nicht ab.

Schiebe ca. 20 Perlen auf dem Draht vor (das wird die 1. Reihe des Blatts).

Biege das Drahtende zu einer Schlaufe, damit die Perlen nicht abfallen.
Biege unterhalb der 20 Perlen ein 15 cm langes Stück Draht.

Winde die beiden Drähte direkt unterhalb der Perlen uneinander. Das ca. 1 cm lange Stück gewundener Draht wird das untere Ende des Blatts. Fädle dann Perlen auf (siehe Bild).

Lege den Draht links über den Draht rechts...

... und winde ihn einmal darum, sodass der Draht schließlich rechts von der 1. Reihe liegt. Die 2. Reihe ist jetzt fertig.

Drehe das Blatt um, sodass der Boden oben ist. Fädle Perlen auf ... und winde den Draht wieder um die anderen Drähte herum.

Drehe das Blatt um. Fädle Perlen auf ...

... und winde den Draht herum.
Mache so weiter, bis du 7 Reihen mit Perlen hast.

Zum Schluss windest du den Draht ein paar Mal um das untere Ende des Blatts. Schneide den einzelnen Draht ab, aber nicht den Stiel!

Schneide auch etwas vom Draht am oberen Ende des Blatts ab und biege den übrigen Draht nach hinten auf die Rückseite des Blatts.

Winde des Rest der Länge um den Stiel ... und biege das Blatt in die gewünschte Form. Für diesen Mistelzweig brauchst du insgesamt 11 Blätter.

Scheide ca. 15 cm Draht zurecht. Fädle einen Mondstein (6 mm) + 1 Seedbead auf den Draht.

Überspringe die Seedbead-Perle ... und führe den Draht zurück durch den Mondstein.

Ziehe den Draht stramm.

Drehe eine Windung direkt unter der Perle.

Fädle einen weiteren Mondstein + eine Seedbead-Perle auf ... und führe den Draht durch die Mondsteinperle zurück.

Platziere die 2 Perlen dicht aneinander.

Winde den Rest des Drahts um den Stiel herum.
Mache auf diese Art insgesamt:
2 Stiele mit einer einzelnen Beere
3 Stiele mit 2 Beeren
2 Stiele mit 3 Beeren

Lege 2 Blätter und einen Stiel mit 2 Beeren aufeinander ...

... und winde die Stiele umeinander.

Befestige weiter unten am Stiel auf die gleiche Weise zuerst ein Blatt...

... und dann eine einzelne Beere.

Hier siehst du, wie 2 Blätter zusammengewunden mit einem Stiel mit 3 Beeren aussehen.

Hier wurde ein einzelnes Blatt mit einer einzelnen Beere zusammengewunden...

... und danach ein doppeltes Blatt zusammen mit einem Stiel mit 2 Beeren.

Auf diesem Zweig sind 3 Blätter, ein Stiel mit zwei Beeren und ein Stiel mit 3 Beeren miteinander verbunden.
Jetzt sind 4 Zweige mit einer unterschiedlichen Anzahl an Blättern und Beeren fertig.

Zum Schluss werden alle Zweige zu dem gewünschten Design miteinander verbunden.

Wenn du möchtest, kannst du den Mistelzweig noch mit einer roter Schleife schmücken oder den Zweig mit grünem Blumenband wickeln.
Ein wenig über die Mistel – die magische Pflanze hinter der Weihnachtstradition 🌟
Die Mistel ist eine faszinierende Pflanze, die seit Jahrhunderten von Mystik und Symbolik umgeben ist – besonders zur Weihnachtszeit. Anders als gewöhnliche Pflanzen wächst sie nicht im Boden, sondern lebt als Halbschmarotzer hoch oben in den Baumkronen. Sie verankert sich an den Ästen ihres Wirtsbaums und ihre Wurzeln dringen in die Rinde ein, um Wasser und Nährstoffe aufzunehmen. Gleichzeitig betreibt sie Photosynthese und bleibt daher den ganzen Winter über frisch und grün – ein ungewöhnlicher Anblick im sonst kahlen Winterwald. Diese Fähigkeit, selbst in der Kälte vital zu bleiben, hat die Mistel zu einem Symbol für Lebenskraft, Fruchtbarkeit und Hoffnung gemacht.
Von der heiligen Pflanze zur Weihnachtstradition
Die Geschichte der Mistel reicht bis in die keltische und nordische Mythologie zurück. Für die Kelten war sie heilig, da sie zwischen Himmel und Erde wuchs – ohne Wurzeln im Boden. Die Druiden nutzten sie in Ritualen als Symbol für Frieden und Schutz. In der nordischen Mythologie spielt sie eine zentrale Rolle in der Geschichte von Balder, dem Gott des Lichts und der Liebe, der durch einen aus Mistelholz gefertigten Pfeil getötet wurde. Nach seinem Tod wurde die Pflanze jedoch erneut mit Liebe und Versöhnung verbunden – ein Thema, das später in der Weihnachtstradition wieder auftauchte.
Im mittelalterlichen Europa galt die Mistel als Zeichen für Glück und Fruchtbarkeit. Sie wurde über Türen aufgehängt, um Häuser vor bösen Geistern zu schützen und Glück in der Liebe zu bringen. Mit der Ausbreitung des Christentums wurden viele heidnische Symbole in die Weihnachtsbräuche integriert – und die Mistel fand ihren Platz in den romantischen Traditionen, die wir heute kennen.
Der Kuss unter der Mistel
Der Brauch, sich unter der Mistel zu küssen, stammt vermutlich aus dem England des 18. Jahrhunderts, wo die Pflanze als festliche Dekoration verwendet wurde. Laut Tradition durfte ein Mann jede Frau küssen, die unter einer aufgehängten Mistel stand. Für jeden Kuss pflückte er eine Beere; sobald alle Beeren verbraucht waren, war das Küssen vorbei. Dieses kleine Ritual entwickelte sich schnell zu einem Symbol für Liebe, Hoffnung und neue Anfänge – perfekt für die herzliche Stimmung der Weihnachtszeit.
Die Mistel heute
Heute wird die Mistel weltweit als Weihnachtsschmuck und romantisches Symbol verwendet. Viele hängen sie über Türrahmen auf, um Liebe und Verbundenheit in der Weihnachtszeit auszudrücken. Gleichzeitig trägt die Tradition immer noch die alten Geschichten über die Magie der Natur und den Glauben daran, dass etwas Grünes und Lebendiges im Winterlicht Hoffnung und Freude bringen kann.
Die Symbolik auf einen Blick
Die Mistel steht für:
-
Liebe und Versöhnung
-
Leben und Fruchtbarkeit
-
Frieden und Schutz
-
Hoffnung in der winterlichen Dunkelheit 💚
Ob als romantisches Symbol oder als schöner Teil der Weihnachtsdekoration – die Mistel hat einen ganz besonderen Platz in der weihnachtlichen Erzähltradition. Sie erinnert uns daran, dass selbst in Kälte und Dunkelheit grünes Leben, Wärme und Liebe zu finden sind

We will publicly show your name and comment on this website. Your email is to ensure that the author of this post can get back to you. We promise to keep your data safe and secure.