DIY - Silber löten - Herstellung eines Silberrings

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DIY - Silber löten - Herstellung eines Silberrings

In dem folgenden Blogbeitrag zeigen wir dir, wie man einen schlichten Ring aus Silber lötet.

 

Eine englische Version zum Ausdrucken findest du hier: DIY Silver Soldering

Hier findest du weitere Smyks-Blogbeiträge zu Ringen:
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DIY - Silber löten - So lötet man einen Ring

 

Lies bitte erst die gesamte Anleitung durch, bevor du loslegst.

Links zu allen Materialien und Werkzeugen findest du unten in diesem Blogbeitrag.

Ringstock aus Aluminium und Maßband

1. Miss deine Ringgröße in mm mit einem Maßband um den Finger. Wenn du bereits einen Ring in der gewünschten Größe besitzt, kannst du einen Ringstock (aus Aluminium oder aus Kunststoff) verwenden, um die Größe zu ermitteln. Dann rechnest du: Ringmaß + 3 × Drahtstärke. Bei einem Ringmaß von 58 mm und einer Drahtdicke von 2 mm (die wir hier verwenden) rechnest du: 58 + 3 × 2 mm. Das ergibt: 64 mm. Natürlich kannst du auch dickeren oder dünneren Draht verwenden.

2. Miss den Silberdraht ab und markiere ihn mit einem Permanentmarker. Oder markiere den Draht, indem du einen kleinen Strich in den Draht ritzt.

3. Schneide das abgemessene Stück mit einer Beißzange ab. Achte darauf, den inneren Teil der Beißzange zu verwenden. "Beiß" zu, drehe den Draht um und "beiß" erneut zu, bis das Stück abgeschnitten ist. Du kannst den Draht auch sägen. Eine englische Anleitung dazu findest du hier.

4. Feile die Enden mit einer flachen Feile flach und gleichmäßig.

5. Benutze eine Flachzange um den Draht zu biegen und die Enden zusammenzuführen.

6. Drücke die Enden zusammen und bewege sie dabei leicht hin und her.

7. Die Enden müssen ganz gerade und dicht nebeneinander liegen. Hier kommt es nicht darauf an, dass der Ring ganz rund ist – das wird später noch korrigiert.

8. Lege den Ring auf die Skamolex‑Platte und gib mit der Löt­nadel einen kleinen Tupfer Flussmittel auf die Lötstelle.

9. Schneide anschließend ein kleines Stück Hartlot ab. Es braucht wirklich nur sehr wenig. Gib wieder einen kleinen Tupfer Flussmittel auf die Lötnadel und nimm das Hartlot mit der Spitze auf.

10. Platziere das Hartlot oben auf der Lötstelle.

11. Jetzt wird gelötet. Fülle Gas in den Minibrenner. Zünde die Flamme, indem du das Gas öffnest: Drehe den runden Knopf nach links, und du hörst, wie das Gas austritt. Drücke dann auf den runden Knopf, und die Flamme entsteht. Beginne damit, die Flamme über das Flussmittel zu führen. Es kann leicht aufschäumen; falls sich das Hartlot bewegt, kannst du die Position jederzeit mit der Lötnadel korrigieren. Sobald sich das Flussmittel setzt, erhitze das gesamte Werkstück in einer kreisenden Bewegung.

12. Wenn das gesamte Werkstück heiß ist, wird die Flamme direkt über dem Hartlot und der Lötstelle konzentriert. Sobald die richtige Temperatur erreicht ist, schmilzt das Hartlot (Hartlot H hat einen Schmelzpunkt von 770 °C) und fließt in die Lötfuge. Wenn das Lot in die falsche Richtung fließt, kannst du versuchen, das flüssige Lot mit der Lötnadel zurück zur Lötstelle zu lenken. Wenn das Hartlot nicht schmilzt, fehlt entweder Wärme oder Flussmittel. Gib dann einen weiteren kleinen Tupfer Flussmittel auf und fahre mit dem Erhitzen fort.

13. Wenn das Hartlot geschmolzen ist und die Fuge (Lötstelle) vollständig gefüllt hat, kühle den Ring in kaltem Wasser ab. Halte dafür am besten eine kleine Schale mit Wasser bereit. Benutze die Pinzette, um den Ring einzutauchen – dabei hörst du ein leises Geräusch (die Abkühlung erfolgt sehr schnell, und du kannst den Ring anschließend mit den Fingern anfassen).

14. Der Ring muss nun in Säure gereinigt werden, um die glasartige Schicht zu entfernen, die durch das Flussmittel entsteht. Koche eine Tasse Wasser auf, mische es mit Zitronensäure (ca. 1 TL Zitronensäure auf 1,5 dl kochendes Wasser) und lege den Ring hinein. Lass ihn etwa 10 Minuten im Säurebad liegen. Erwärme das Bad gegebenenfalls erneut in der Mikrowelle – ohne den Ring –, falls es zu stark abgekühlt ist.

15. Spüle den Ring mit Wasser ab und bürste ihn mit einer Messingbürste, um die weiße Schicht zu entfernen, die nach der Säurebehandlung entsteht, sowie eventuelle schwarze Verfärbungen.

16. Jetzt wird der Ring geformt. Schiebe den Ring auf den Ringdorn und klopfe ihn mit dem Hammer rund. Verwende hierfür einen Kunststoff‑ oder Gummihammer, damit keine unnötigen Kerben oder Kratzer auf dem Ring entstehen.

17. Feile den Ring bei Bedarf mit einer Halbrundfeile. Entferne dabei Kratzer sowie eventuelle Reste des Hartlots.

18. Schleife den Ring mit feinem Schleifpapier und poliere ihn anschließend, wenn du eine glänzende Oberfläche möchtest. Du kannst verschiedene Oberflächen erzielen, indem du die Oberfläche in unterschiedlichen Richtungen mit einer groben Feile oder grobem Schleifpapier bearbeitest. Das verleiht dem Ring ein raueres, rustikaleres Aussehen.

Jetzt bist du fertig!

Kleine Tipps

Ist der Ring etwas zu groß geworden? Dann kannst du den Ring erneut aufsägen und ein kleines Stück heraustrennen. Danach beginnst du wieder bei Schritt 4.

Ist der Ring etwas zu klein geworden? Dann kannst du die Innenseite des Rings mit einer Halbrundfeile abtragen. Feile einmal komplett rundherum, bis die Größe passt. Dadurch erhält die Innenseite eine etwas flachere Form.

Ist der Draht schwer zu biegen? Dann kannst du ihn ausglühen. Durch das Ausglühen wird das Silber weicher und lässt sich leichter bearbeiten. Je mehr man den Draht biegt, hämmert oder anderweitig bearbeitet, desto härter wird das Metall. Erhitze den Draht einige Sekunden lang mit dem Minibrenner auf der Lötplatte. Kühle den Draht anschließend in Wasser ab – du wirst merken, dass er sich nun wieder deutlich leichter biegen lässt.

 

Übersicht über Werkzeug und Materialien

1x Lötset, Anfängerset zum Silberlöten (21252A) -

Silberdraht 2mm (21251-2mm) (Die Länge hängt von der Ringgröße ab.)

1x Flach- & Halbrundfreile aus dem Feilen-Set (31126F)

1x Sägeset (31160)

1x Ringdorn (31136C)

1x Hammer (31139)

2x Flachzange (31105D)

1x Beißzange (31105F)

1x Messingbürste (311325)

1x Poliertuch (31132B)

Maßband (31131B)

Ringstock zum Messen der Größe (31136)

Schieblehre (31130-17mm)

 

 

 

 

 

 

 


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